Interview mit M. C. Steinweg

M. C. Steinweg Interview

  1. Haben Sie ein Vorbild?

Ein Vorbild zu haben bedeutet oft, diesem nachzueifern, es zu kopieren. Das möchte ich nicht, weil es mich nur einmal gibt. Ich versuche so zu leben, dass ich mit den Menschen um mich herum auskomme und man sich gegenseitig mit Respekt und Freundlichkeit begegnet. Darum strebe ich keinem Vorbild nach.

 

  1. Gibt es von Ihnen veröffentlichte Werke, die Sie im Nachhinein gesehen ganz anders geschrieben oder erst gar nicht veröffentlicht hätten?

Jein… Ich habe ein Buch geschrieben, welches durch einen Verlag veröffentlicht wurde. Auf dessen Drängen habe ich noch ein zweites Buch geschrieben. Schreiben nach Auftrag funktioniert bei mir nicht so richtig. Ich habe eine Story im Kopf und dann kann ich sie manchmal nicht schnell genug aufs Papier bringen. Im Nachhinein hätte ich alles selbst machen sollen, das wäre besser gewesen.

 

  1. Wie lange brauchen Sie für das Schreiben eines eigenen Buches?

Es kommt darauf an, wieviel Zeit ich habe und wie umfangreich die Story ist. Ich habe schon ein Buch innerhalb von 3 Monaten geschrieben oder auch schon mal 8 Monate daran gesessen. Ich bin sehr kritisch und wenn ich mir dann mein „Geschreibsel“ durchlese und es nicht gut finde, dann kommt es vor, dass ich auch schon mal viele Seiten einfach lösche.

 

  1. Lenkt sie Social Media viel vom Schreiben ab?

Definitiv ja. Die Nachrichten poppen auf meinem Bildschirm auf und schon klicke ich darauf und bin dann abgelenkt. Einmal bei Facebook und Co angekommen, verweile ich dort viel zu lang. Hinterher ärgere ich mich über mich selbst, weil ich mich habe ablenken lassen.

 

  1. Welches Ihrer Bücher würden Sie gerne verfilmt sehen? Welche Schauspieler würden Sie dann gerne für Ihre Charaktere haben?

Eigentlich alle J lach. Ein absoluter Traum wäre meine Texas Knight Trilogie. Diese wird derzeitig nochmal komplett neu überarbeitet. Und Boston HeartBeat Trilogie, deren dritter Band im März 2017 erscheinen wird.

Nick Bateman wäre mein absoluter Wunschkandidat für Texas Knight.

  1. Warum verkaufen Sie Bücher lieber im Selbstverlag?

Im Selbstverlag habe ich selbst die Kontrolle über alles was geschieht. Ein Verlag ist hauptsächlich daran interessiert, Autoren unter Vertrag zu haben, die gute Umsatzzahlen versprechen. Daran verdienen diese Unternehmen schließlich. Kleinstverlage schießen wie Pilze aus dem Boden und scharen Autoren um sich, die sie vertraglich über sehr lange Zeit an sich binden. Die Autoren denken, sie hätten einen Ritterschlag erhalten – der Verlag freut sich über eine Einnahmequelle. Die Realität folgt nach ein paar Monaten, nämlich dann, wenn man feststellt, dass kaum Werbemaßnahmen ergriffen werden und nur ein Bruchteil der Tantiemen die man sonst im Selbstverlag hat, ausgezahlt werden. Irgendwann begreift man, dass man das auch selbst machen kann. Wenn man alles selbst in der Hand hat, entscheide ich selbst, ob ich beispielsweise ein oder mehrere E-Books kostenfrei abgebe – ein Verlag schreibt mir die Menge vor. Über dieses Thema könnte ich stundenlang reden, denn ich habe exakt diese Erfahrungen gemacht und mich vor einigen Monaten für sehr teures Geld wieder freigekauft.

 

  1. Welche Ratschläge geben Sie jungen Autoren mit auf dem Weg?

Das hört sich irgendwie vermessen an. Ich veröffentliche ja selbst erst seit drei Jahren. Heute würde ich sagen, dass man als Autor zweigleisig fahren muss. Social Network ist ein unglaublich wichtiges Instrument. Durch viele Kontakte (= Multiplikatoren) erreicht man eine Menge Leute und dann fängt ein Stein leichter an zu rollen. Außerdem sollte man sich die Mühe eines vernünftigen Lektorats machen. Die Leser haben sogar bei einem 99 Cent Buch den Anspruch, eine gute Qualität in den Händen zu halten. Niemand denkt darüber nach, dass ein Buch für den Preis einer Gurke, wenig finanziellen Spielraum für einen Autor lässt – gerade dann, wenn man nicht bekannt ist. Daher ist Durchhalten auch wenn es schwer ist, mein zweiter Tipp.

 

  1. Eins Ihrer Hobbys ist das Reisen. Welche Orte möchten Sie gerne noch besuchen und warum?

Ich würde sehr gerne mal eine längere Zeit in Australien / Neuseeland verbringen. Außerdem wäre da noch Nordamerika. Da ich nicht wie ein normaler Tourist in einem Hotel bleiben und nur die Attraktionen anschauen möchte, brauche ich Zeit und einen fahrbaren Untersatz, um mich überall umzuschauen.

 

  1. Wenn Zeitreisen möglich wären, welche Zeit möchten Sie gerne mal besuchen?

Ich hätte bestimmt eine „Springerapparatur“ damit ich überall mal hin hüpfen könnte. Am meisten würde mich aber die Zukunft interessieren.

 

  1. Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?

Ich hoffe sehr, dass ich in zehn Jahren nicht mehr arbeiten muss, sondern mit meinem Mann zusammen so lange und so viel reisen kann, wie wir wollen. Dass wir keinen Ort mehr verlassen müssen, nur weil wir wieder zurück müssen. Ich kann überall leben 🙂

 

Danke für dieses interessante Interview 🙂

Homepage: http://www.mc-steinweg.de/

 

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