Interview mit Kim Henry / Felicity La Forgia

Kim Henry und Felicity La Forgia

  1. Warum seid ihr Schriftstellerinnen geworden?

Schriftstellerin wird man ja nicht einfach mal so. Aber geschrieben haben wir beide schon immer gern, und schließlich gelangten wir an einen Punkt, wo es eine logische Konsequenz war – alles andere „hinschmeißen“, um sich voll und ganz auf das Erfinden und Niederschreiben von Geschichten konzentrieren zu können. Und ja, wir können uns beide keinen schöneren Job vorstellen.

 

  1. Hast du noch einen anderen Traumberuf?

Corinna: Ich wollte als Jugendliche Journalist werden (Fachgebiet Sport), also Schreiben war schon damals mein Traum. Eine Zeitlang habe ich auch davon geträumt, Archäologie zu studieren.

Nicole: Journalistin wollte ich auch mal werden. Ich habe jahrelang beim Film als PR Redakteurin gearbeitet. Einen Plan neben Schreiben hatte ich nie, nur die Facetten, was und in welchem Umfeld ich schreiben wollte, haben sich über die Jahre immer mal wieder geändert.

 

  1. Woher bekommt ihr eure Ideen für eure Romane und Geschichten?

Corinna: Ganz ehrlich, der Ideenlieferant bei uns ist Nicole. Ich verlasse mich da ganz auf ihren Instinkt. Darüber hinaus sind unsere Inspirationen vermutlich dieselben wie bei allen anderen: das Tagesgeschehen, das Internet, Bücher, die uns gefallen haben.

 

  1. Wie lange braucht ihr ungefähr, um ein Buch zu schreiben?

Das ist unterschiedlich, manche dauern zehn Tage, an anderen sitzen wir zehn Monate. Tagesform ist entscheidend, manchmal geht es nicht so, wie man es haben will, und manchmal wandert eine Idee für ein paar Monate komplett in die Schublade, um zu reifen. Beim Herausholen und Neuanfangen geht es dann oft (nicht immer!) viel leichter.

 

  1. Ist es einfach oder eher komplizierter, ein Buch zu zweit zu schreiben?

Einfacher. Man wirft sich gegenseitig Ideen zu. Der Plot wächst schneller, weil man sofort hinterfragt, weil vier Augen einfach mehr sehen als zwei. Man motiviert sich gegenseitig und man hat sofort Feedback für eine neu geschriebene Szene. Wir können uns ein anderes Arbeiten gar nicht mehr vorstellen.

  1. Gab es schon mal aufsässige Charaktere, die die Geschichte mehr behinderten, als förderten?

Die gibt es immer. Oft genug trägt man dann eine Weile Ringkämpfe mit ihnen aus, aber in vielen Fällen sind sie es, die eine Idee für eine Weile in die Schublade verbannen. Dann müssen der Aufsässige und wir uns aneinander gewöhnen, entweder muss jemand klein beigeben, oder aber wir nähern uns auf andere Weise an. Sehr selten wird so einer auch auf Nimmerwiedersehen begraben.

  1. Und in dem Zusammenhang wurde an der Geschichte weitergeschrieben oder abgebrochen?

Siehe vorige Antwort 😉

 

  1. Wann ist eure schaffensintensivste Phase (Bestimmte Emotionszustände, Tageszeiten oder gar Wetterlagen)?

Corinna: Da habe ich keine Präferenzen. Es gibt zwar immer mal Tage, wo GAR NICHTS geht, aber die hat wohl jeder. Eine bestimmte Situation, die das Schaffen bestärkt, habe ich nicht. Wir sind jetzt, wenn man so will, Profis, da kann man sich das auch gar nicht leisten.

Nicole: Manchmal ist es auch projektabhängig. Es gibt Geschichten, die schreiben sich fast von selbst, da wartet man schon darauf, dass die andere den neuen Text schickt, um endlich weiterschreiben zu können. Und es gibt Geschichten, bei denen eine Menge Disziplin und Frustrationstoleranz dazugehört, am Ball zu bleiben. Wenn es ein Patentrezept dafür geben würde, dass jede Geschichte sich einfach schreibt, würden wir das sofort entgegennehmen. Bisher haben wir das leider noch nicht gefunden.

 

  1. Gibt es von euch veröffentlichte Werke, die ihr im Nachhinein gesehen ganz anders geschrieben oder erst gar nicht veröffentlicht hättet?

Gibt es – aber wir sagen nicht, welches 😉

 

  1. Welches ist euer bestes (oder Lieblings-) Buch von allen, die ihr geschrieben habt?

Da gibt es verschiedene. Das ändert sich öfter mal. „Shattered“ auf jeden Fall, „Wen das Meer ruft“ finden wir sehr unterschätzt (was vielleicht am Handlungsort liegt, wir sind nicht gerade bekannt dafür, dass unsere Romane in Deutschland spielen), „Forbidden Destiny“ ist vielleicht das modernste, was wir geschrieben haben. Auch „Heißkalter Marmor“ war eine echte Erfahrung zu schreiben. Im Moment spielt „Beautiful Pain“ ganz vorn in unserer Lieblingsbuch-Liga mit.

 

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