Interview mit Sabineee Berger

  1. Warum sind Sie Schriftsteller geworden?

Vor mehr als 15 Jahren habe ich bemerkt, dass ich die Menschen in meinem Umfeld immer wieder gefragt habe, ob sie nicht ein Buch schreiben wollen. Dadurch habe ich erkannt, dass ich das offenbar selbst machen möchte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keinerlei Schreiberfahrung, dafür aber einen Haufen Begeisterung und überschäumende Fantasie. Ich habe zwei, drei Kurztexte verfasst und mich dann doch tatsächlich gleich an einen Roman gewagt. Schon als Kind hatte ich die fixe Idee von Zeitreisen und anderen Welten. So entstand mein erster Roman und der hatte gleich mehr als 1000 Buchseiten.

  1. Haben Sie ein Vorbild?

Mehrere. Aus früheren Lesetagen Hermann Hesse (Siddharta), weil die Erleuchtung am Ende förmlich spürbar wurde, später Patrick Süßkind (das Parfüm), weil er der erste Autor war, der das Riechen phasenweise so beschrieb, wie ich es immer empfunden habe. Viel später dann Diana Gabbaldon, der ich wohl diesen ersten Impuls zu verdanken habe, schreiben zu wollen. Ihr erster Band hat mich fasziniert und er hat mir gezeigt, dass man auf charmante Weise Spannung erzeugen kann. Das sind die wesentlichen Drei, aber natürlich habe ich viele, viele Fantasy-Romane gelesen.

 

  1. Hat einer Ihrer Bücher autobiografische Elemente?

Ein einziger Roman hat das stark. Auch wenn das genau bei der Geschichte fantastisch oder eigentlich unmöglich erscheint. Es ist mein allererster Roman … die Zeitreise ins Leben. Diesen Roman habe ich gut 10 Jahre überarbeitet, entschärft, korrigiert, wie verrückt gekürzt und phasenweise selbst wie eine Bibel gelesen. Hier habe ich ganz klar etwas sehr „Altes“ aufgearbeitet, das aus dem Unterbewusstsein aufgetaucht ist. Wie „tatsächlich autobiografisch“ das nun ist, kann ich nicht sagen, aber die Urversion von diesem Roman (die aber nie veröffentlicht wurde) war irgendwie ganz ich. Da war ICH jeder einzelne Protagonist in dem Buch und jeder Stein am Wegesrand.

Ansonsten fließt natürlich auch mal was vom eigenen Leben ein, aber das ist in der Regel eher gering bemessen. Bei „Die Liebe der Schamanin“ habe ich zum Beispiel Erkenntnisse aus einer einjährigen, sehr tollen schamanischen Ausbildung in eine Fantasiegeschichte verpackt, aber das ist die Ausnahme. Die meisten Romane sind durch und durch frei erfunden.

 

  1. Woher bekommen Sie die Ideen für Ihre Romane und Geschichten?

Das ist unterschiedlich. Manchmal ist es eine Passage in einem Buch, dann ein Bild, dann wieder einen Lebensabschnitt oder eine Ausbildung. Immer wenn es gute Impulse gibt – und die finde ich tatsächlich überall – beginnt es mit einer Idee. Der Rest passiert einfach. Ich schreibe intuitiv und ohne Konzept, lasse mich führen und bin oft selbst überrascht, wie sich eine Handlung entwickelt.

 

  1. Wie lange brauchen sie ungefähr, um 1 Buch zu schreiben?

Das ist total unterschiedlich.  Die schnellste Version ist, wenn ich einen „Run“ habe und die Zeit dafür finde, diesen auszuleben. Dann flutscht ein Roman schon mal in zwei Monaten heraus (mit Korrekturen und Überarbeitungsphasen braucht es dann noch etwas länger, aber die Rohversion steht dann schnell) Allerdings gibt es wiederum Romane, die viele Monate, manchmal Jahre benötigen. Da ist der Anfangsimpuls nach den ersten fünfzig Seiten weg oder das Ding an sich braucht einfach Ruhe. Also variiert die Schaffenszeit sehr stark und hängt auch sicher von meiner Motivation ab. Manchmal reicht eine gute Rezension und ich bin so beflügelt, dass ich gleich das nächste Projekt anpacke.

 

  1. Gab es schon mal aufsässige Charaktere, die die Geschichte mehr behinderten, als förderten?

Eigentlich nicht. Vielleicht Friedrich II. im ersten Roman, den habe ich im Zuge der Recherchearbeiten zum Roman aus einem anderen Blickwinkel kennengelernt und seinen anfänglich recht bösen Charakter deutlich entschärft. Also dieser Protagonist hat mir sicher die meiste Zeit gekostet.

 

  1. Warum verkaufen Sie Ihre Bücher lieber als Selbstverlag?

Weil ich hier vom Cover bis zum letzten Buchstaben alles selbst machen kann und somit völlig authentisch bleibe. Ich schreibe für mein Leben gerne, aber ich bin auch irgendwo Künstlerin und da ist Authentizität sehr wichtig. Außerdem bin ich ein Freigeist. Und – machen wir uns nichts vor – hätte mir je ein Verlag einen Vertrag gegeben, hätte ich es probiert. Keine Frage. Um jedoch bei einem renommierten Verlag den Fuß in die Tür zu bekommen, muss man exakt deren Geschmack treffen und vermutlich auch mehr dem Mainstream zuarbeiten.

 

  1. Wann ist Ihre schaffensintensivste Phase (Bestimmte Emotionszustände, Tageszeiten oder gar Wetterlagen)?

Das ist kaum zu erklären. Es gab Phasen, da habe ich geschrieben, weil ich etwas Gutes lesen wollte. Etwas, das mich so packt und mitreißt, wie es nur wenige Bücher tatsächlich schaffen. Das kommt daher, weil ich ja intuitiv schreibe und mich die Handlung oft selbst überrascht. Für mich ist Schreiben also fast auch wie Lesen. Aber am intensivsten empfinde ich es sicher, wenn ich so einen „Run“ habe und der erscheint mir unabhängig von Emotion, Tagesverfassung, usw. zu sein. Dieser Phase zündet einfach irgendwann.

 

  1. Gibt es von Ihnen veröffentlichte Werke, die sie in Nachhinein gesehen ganz anders geschrieben oder erst gar nicht veröffentlicht hätten?

Nein. Natürlich hat jeder Künstler auch mal seine Zweifel und vor allem bei Romanen, die schon länger zurückliegen merke ich eine andere Qualität, aber letztendlich stelle ich immer nur Romane zur Verfügung, die mich selbst begeistert haben. Manchmal entdecke ich sogar in älteren Werken Passagen oder Handlungsstränge, die mich komplett neu faszinieren. Also ich bereue nichts, auch wenn manche Werke offenbar stark polarisieren.

 

  1. Welches ist ihr bestes (oder Lieblingsbuch) von allen die sie geschrieben haben?

Immer das, was ich gerade geschrieben habe. Das ist nicht einfach so dahingesagt, denn das empfinde ich wirklich so. Wobei … mein allererster Roman mich mehr als zehn Jahre wirklich intensiv beschäftigt hat. Also vielleicht ist die Frage mit meinem Erstlingswerk noch besser beantwortet. Auch deswegen, weil er mir die wunderbare Welt des Schreibens eröffnet hat.

Ab 5. Juni 2016

Teufelsbr(a)ut von Sabineee Berger

„Der schönste Tag meines Lebens war der, als ich starb … auch wenn danach die Hölle losbrach.“

Genauso beschreibt Cindy Wallenstein ihren Wandel, nachdem sie an einem scheinbar tödlichen Stromschlag als völlig neuer Mensch erwacht. Allerdings stellt sich sehr rasch heraus, dass sie dieses neue Leben mit dem perfekten Körper nur einem zu verdanken hat, nämlich keinem Geringeren als Azazel höchstpersönlich! Der Teufel wird demnach ihr neuer Arbeitgeber. Doch von ihrer wahren Aufgabe erfährt Cindy erst, als Azazel plötzlich spurlos verschwindet und sie gemeinsam mit dem (überraschend jungen) ältesten Wächter der Gilde nach ihm suchen muss. Dabei riskiert sie allerdings nicht nur ihre Seele und ihr Herz, sondern auch die Apokalypse.

Hier ist eine kleine Aufstellung der Bücher von Sabineee Berger:

Drachenreiterin

Zeitreise eines Ritters

Die Liebe der Schamanin

Fantastische Diebin

Zeitreise ins Leben

Göttlicher Thor

Im Bann seiner Macht

Blue – tödliche Magie

Fantastisches Grün

Eins, zwei Polizei

Ein erotisches Spiel

Geiselnahme ?

Dornen um mich

Wer glaubt schon an Vampire?

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